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*SM Uster 2009

*Wie aus einem Holzklumpen eine Pfeife entsteht

*Wettrauchen mit Genuss

*Österreichische Meisterschaf in Lienz

*Alex Kappeler Künstler mit vielen Facetten

*Von Skeletten und Pfeifen

*Reise nach Hamburg mit zur Tabakfabrik

*Leserpost

*Tipps vom Fachmann

*Smoke - Telescope

*20. Pfeifenraucherabend

*33. Schweizermeisterschaft in Yverdon les Bains

*Der Verband Öffentlicher Verkehr und die Raucher

*Tonpfeife für den Grittibänz

*Reise ins Tessin mit Besuch einer Pfeifenfabrik

*ZSM 18. September 04 im Hotel Anker Luzern

*Smoke - Telescope

*Smoke - Telescope

*Smoke - Telescope

*"Feuer frei" und "Gut Rauch"

*Der PC Uster in Pontarlier

*Besuch bei Walter Forster- Künstler aus Leidensch

*Wenn die Pfeife vereint

*Smoke - Telescope

*MONITOR

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W. Heussermann (2005)


Nichts unterscheidet den Menschen eindeutiger von Tieren und Gemüse als seine Fähigkeit, seinen innersten Bewegungen schriftlich Ausdruck zu verleihen.

Umnebelt von Pfeifen- und Zigarrenrauch höre ich da am Stammtisch: In den USA gibt es mehr Psychoanalytiker als Briefträger! Und unter den Psychiatern gibt es doppelt so viele Selbstmorde im Jahr wie unter ihren Patienten. Dabei begehen Männer doppelt so häufig Selbstmord wie Frauen. Auch fallen Männer häufiger aus dem Bett als Frauen. Schon 1968 wurde jeder 32. Briefträger vom Hund gebissen. Briefboten, die während des Dienstes Pfeife rauchten, wurden nicht gebissen.

Sie kluger Leser werden bei dieser Lektüre genüsslich Ihre Pfeife rauchen, um ein wenig über sich selbst zu erfahren, um in diesen orientierungslosen Zeiten einen Halt zu finden, um den Mitmenschen anzunehmen mit all seinen Fehlern, von denen er ja noch viel weniger frei ist als Sie selbst. Entspannen wir uns, lassen wir die Hast des Alltags und die Ansinnen der Privatnervenheilanstalt Ringier AG draußen auf der Strasse, horchen wir in uns hinein, und wenn uns eine große Leere antwortet, dann spüren wir: jetzt sind wir ganz bei uns. Wir lassen den Atem strömen bis hinunter in unsere Mitte.

Wenn wir regelmäßig ganz entspannt auf diese Weise in uns hineinhören, können wir rechtzeitig alle Warnzeichen erkennen, die uns unser Körper sendet, und wir entdecken die herrlichsten Krankheiten, von denen wir bisher nichts geahnt haben, und mit ihrer sorgfältig ausgearbeiteten Schilderung werden wir zum bewunderten Mittelpunkt jeder Gesellschaft.

Mit einem sauber gegliederten Krankheitsbericht, bestehend aus den Kapiteln Symptome, Fehldiagnose, Wunderheilung, asiatischer Therapie und gerade noch verhinderter Notoperation vergeht selbst die Fahrt im Intercity von Zürich nach Genf wie im Flug. Das wirklich schreckliche beim Arztbesuch ist doch nicht, wenn man gesagt bekommt: Sofort aufhören mit Rauchen! Darauf kann man sich einstellen und jeder kennt mindestens einen 90-Jährigen Raucher, dem der Arzt vor zwanzig Jahren gesagt hat, noch drei Monate, und der soeben einen Wintergarten angebaut hat.

Unangenehm wird’s, wenn Sie wegen eines Drucks in der Brust zum Arzt gehen und der sagt, kein Problem, ich verschreib Ihnen was, Sie können das Hemd wieder anziehen, und plötzlich dreht er sich im Weggehen noch mal um, nimmt die Brille ab, schaut auf einen winzigen Fleck an der Schulter, den Sie bisher noch gar nicht bemerkt haben, und fragt ganz beiläufig: Haben Sie das schon lange? Sie sind daraufhin völlig irritiert. Nein wieso, ist das was Schlimmes? Schwer zu sagen, auf jeden Fall im Auge behalten.
Da haben Sie was, womit Sie sich fertig machen können.

But keep cool and enjoy your pipe.

Ihr Wolfgang Heusermann